Warum Chefarztstellen immer schwieriger zu besetzen sind

Von Dirk Weber, Gründer und Geschäftsführer der KLINIKER BRÜCKE

Die kurze Antwort

Chefarztstellen sind schwer zu besetzen, weil der Kreis geeigneter Kandidaten klein ist und die meisten von ihnen nicht aktiv suchen. Gesucht werden Fachärzte mit passendem Schwerpunkt, Führungserfahrung und der Bereitschaft, Verantwortung für eine ganze Abteilung zu übernehmen. Bindungen an Wohnort und Familie, wachsende Anforderungen an Führung und Wirtschaftlichkeit sowie der Umbau der Krankenhauslandschaft verengen diesen Kreis weiter. Kliniken, die nur auf Bewerbungen warten, sehen deshalb oft nur einen kleinen Ausschnitt des Marktes.

Aus der Praxis

Dirk Weber, Gründer und Geschäftsführer

[Persönlicher Einstieg Dirk, 50–100 Wörter: z. B. eine Klinik, die nach zwei erfolglosen Ausschreibungen anrief, und was sich im ersten Gespräch als eigentliche Ursache zeigte.]

Wie groß ist der Kreis geeigneter Kandidaten?

Für eine Chefarztposition kommen in der Regel drei Gruppen infrage: amtierende Chefärzte, die sich verändern möchten, leitende Oberärzte und erfahrene Oberärzte mit Führungserfahrung. Jedes weitere Kriterium verkleinert diese Gruppe: der fachliche Schwerpunkt, operative oder interventionelle Spezialisierungen, Weiterbildungsbefugnis, Führungserfahrung in vergleichbarer Größe.

Am Ende bleibt je nach Fachgebiet oft nur eine überschaubare Zahl von Personen, die fachlich wirklich passen. [prüfen: ggf. Zahlen aus der Ärztestatistik der Bundesärztekammer zu Ärzten in leitender Position ergänzen, mit Quelle und Stand.]

Warum suchen die meisten Kandidaten nicht aktiv?

Wer bereits eine leitende Position hat, bewirbt sich selten offen. Eine Bewerbung kann im eigenen Haus bekannt werden und das Vertrauen von Geschäftsführung und Team belasten. Viele erfahrene Ärztinnen und Ärzte sind außerdem zufrieden genug, um nicht zu suchen, aber offen für eine klar bessere Perspektive.

Eine Stellenanzeige erreicht diese Gruppe kaum. Sie wird erst sichtbar, wenn man sie gezielt und vertraulich anspricht. Wie das funktioniert, beschreibt der Themenbereich Chefarztstelle besetzen.

Welche Rolle spielen Standort und Lebenssituation?

Ein Wechsel auf eine Chefarztposition ist fast immer auch ein Umzug. Partnerinnen und Partner haben eigene Berufe, Kinder gehen zur Schule, Wohneigentum bindet. Je weiter eine Klinik von großen Städten entfernt ist, desto stärker wirken diese Faktoren.

Kliniken können den Standort nicht ändern, wohl aber, wie sie mit ihm umgehen: mit Unterstützung beim Umzug, bei der Jobsuche für Partner oder bei der Wohnungssuche. Mehr dazu im Themenbereich Attraktive Chefarztposition.

Wie verändern sich die Anforderungen an Chefärzte?

Die Rolle ist breiter geworden. Neben der medizinischen Leitung erwarten Kliniken Führung eines Teams unter Fachkräftemangel, wirtschaftliche Steuerung, Qualitätsmanagement und enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen. Wer all das mitbringt, ist entsprechend gefragt.

Zugleich verändert die Krankenhausreform mit ihren Leistungsgruppen, welche Leistungen ein Haus künftig anbieten darf. Kandidaten fragen deshalb genauer nach, wie sicher die Zukunft der Abteilung ist. Unklare Antworten kosten Vertrauen.

Was bedeutet der Generationswechsel?

In vielen Abteilungen steht in den kommenden Jahren ein Generationswechsel an. [prüfen: Altersstruktur aus der Ärztestatistik der Bundesärztekammer ergänzen, z. B. Anteil der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte ab 60 Jahren, mit Quelle.] Gleichzeitig wägen jüngere Oberärztinnen und Oberärzte die Belastung einer Chefarztposition bewusster ab. Mehr Nachfolgen treffen so auf einen Kandidatenkreis, der nicht im selben Maß wächst.

Unsere Einordnung

Was bedeutet das für Kliniken?

Wer eine Chefarztstelle besetzen will, sollte nicht auf Bewerbungen warten, sondern den Markt aktiv erschließen. Dazu gehören ein realistisches Anforderungsprofil, ein Angebot, das im Wettbewerb besteht, ein früher Start und zügige Entscheidungen, sobald gute Kandidaten im Gespräch sind. [prüfen: eigene Einordnung von Dirk ergänzen.]

Wann die Suche bei einer planbaren Nachfolge beginnen sollte, erklärt der Themenbereich Chefarzt-Nachfolge. Wann sich externe Unterstützung lohnt, zeigt Personalberatung für Chefarztpositionen.

Häufige Fragen

Welche Chefarztstellen sind besonders schwer zu besetzen?

Das hängt vom Fachgebiet, vom geforderten Schwerpunkt und vom Standort ab. Je spezieller das Profil und je schwieriger der Standort für einen Umzug mit Familie, desto kleiner ist der Kandidatenkreis. [prüfen: ggf. Beispiele aus eigener Erfahrung]

Hilft eine höhere Vergütung?

Sie kann helfen, reicht aber selten allein. Kandidaten wechseln vor allem, wenn Perspektive, Gestaltungsspielraum und Rahmenbedingungen überzeugen und das Gesamtpaket im Markt besteht.

Wie früh sollte eine Klinik mit der Suche beginnen?

Bei planbarer Nachfolge rund 18 Monate vor dem Ausscheiden, bei kurzfristiger Vakanz sofort.

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Dirk Weber

Gründer und Geschäftsführer der KLINIKER BRÜCKE. Seit 2010 auf die Besetzung von Chefarztpositionen in deutschen Kliniken spezialisiert.

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Inhalt

Eine Chefarztstelle besetzen? Sprechen wir über Ihre Position.

Im Erstgespräch klären wir Ausgangslage, Zeitrahmen und den passenden Suchweg für Ihre Chefarztposition.
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Das Erstgespräch führe ich persönlich.
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